Aktuelles rund um die Theatersanierung

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Aktuelle Informationen der Stadt Heidelberg zur Theatersanierung finden Sie unter www.heidelberg.de/theatersanierung

Pressemitteilung vom 31.07.09
Theatersanierung: Die Bühne wird zur Baustelle

Finaler Akt vor Beginn der dreijährigen Sanierung der Städtischen Bühne: Intendant Peter Spuhler übergab am 31. Juli offiziell die Schlüssel an die Theatersanierer, genauer gesagt: an die Theater- und Orchesterstiftung, die durch Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner vertreten wird, und an Hans-Peter Gegus von der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH), die die Projektleitung der Theatersanierung übernommen hat. Das Theater verabschiedet sich damit ganz offiziell für die nächsten drei Jahre vom Haus in der Theaterstraße. Ersatzspielstätten bis zur Wiedereröffnung des Hauses im Herbst 2012 werden das Opernzelt in der Emil-Maier-Straße (alte Feuerwache) und das Theaterkino (ehemals Schloss-Kino) in der Hauptstraße sein.

Damit geht eines der derzeit größten Heidelberger Sanierungs- und Bauprojekte in die Realisierungsphase: Die 1853 erbaute Spielstätte wird saniert und erweitert. Wenn alles nach Plan läuft, kann das „neue“ Heidelberger Theater im Herbst 2012 wiedereröffnet werden.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner betonte bei der Schlüsselübergabe abermals, dass die Stadt alles dafür tue, die Belastungen für die Anwohner, die Schulen und die Gewerbetreibenden so gering wie möglich zu halten. Ohne Lärm und Staub sei eine solche Großbaustelle allerdings nicht abzuwickeln. „Bei allen Belastungen“, so Würzner, „sollten wir uns aber immer die große Bereicherung vor Augen führen, die Heidelberg durch ein modernes und zukunftsfähiges Theater erhält.“

Baustellenbeauftragter
Damit die Kommunikation zwischen den von der Baumaßnahme betroffenen Bürgern und den „Sanierern“ gut klappt, gibt es seit Mitte Juli einen neutralen Baustellenbeauftragten: Kurt Cerdini, Polizeibeamter im Ruhestand, steht für alle Fragen, Anregungen und Beschwerden rund um den Um- und Erweiterungsbau der Städtischen Bühne unter der Rufnummer 58-35555 montags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr zur Verfügung, E-Mail: Kurt.Cerdini@Heidelberg.de. Ein Büro in Baustellennähe ist in Planung und wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben

Unterstützungsfonds
Die Theater- und Orchesterstiftung hat außerdem für Gewerbetreibende, die von der Theatersanierung betroffen sind, einen Baustellenunterstützungsfonds eingerichtet. Die Geschäftsstelle des Fonds ist beim Amt für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung der Stadt Heidelberg eingerichtet, Ansprechpartnerin ist Nadine Klasen, Telefon 58-30005. Der Fonds dient der direkten Unterstützung beeinträchtigter Betriebe. Außerdem werden aus dem Fonds Marketingmaßnahmen finanziert, von denen alle Betriebe im Bereich der Theaterstraße profitieren. Die Wirtschaftsförderung ist Ansprechpartner für Probleme der Gewerbetreibenden und wird während der Bauzeit auch einen „Runden Tisch der Gewerbetreibenden“ einrichten.

Zeitplan
Im August werden die Hauptarbeiten in der Theaterstraße beginnen: In der Theaterstraße 10 wird die neue Trafostation für die Quartiersversorgung eingebaut. Ab Ende August finden in der Friedrichstraße Kabelumlegungen durch die Stadtwerke statt.

Im leer geräumten Theater werden ab Anfang August die Bauteile im Hinblick auf Brandschutz, Statik und Denkmalschutz untersucht. Die gesamte Bühnentechnik wird demontiert und bis zum Wiedereinbau in das neue Theater eingelagert.

Damit die Heidelberger ihr größtes Altstadtfest, den Heidelberger Herbst, am 26. September noch auf dem Theaterplatz feiern können, legen die Theatersanierer erst Ende September mit den Abbrucharbeiten los: Der „Außen“-Abbruch erfolgt von Ende September bis Ende November. Von Mitte November 2009 bis Ende Januar 2010 sind Erdarbeiten sowie Abstütz- und Sicherungsmaßnahmen angesetzt. Die Rohbauarbeiten werden voraussichtlich von März 2010 bis April 2011, die Installationsarbeiten von September 2010 bis Dezember 2011 und die wesentlichen Ausbauarbeiten bis ins Frühjahr 2012 dauern. Inbetriebnahme und Probebetrieb sind ab Februar 2012 geplant, die Wiedereröffnung des Theaters ist für Ende September 2012 vorgesehen.

Verkehrsführung

Die Gutachter und Sachverständigen waren einer Meinung: die Verkehrsführung des Baustellenverkehrs von der Friedrich-Ebert-Anlage über die Grabengasse und die Plöck in die Theaterstraße und von dort wieder zurück ist die Variante, die mit den geringsten Belastungen für Anwohner und Gewerbetreibende verbunden ist. Die Variante wird auch von der Polizeidirektion im Vergleich zu den anderen Varianten positiv beurteilt. Mit der Friedrich-Ebert-Grundschule und der Theodor-Heuss-Realschule sowie der Universitätsbibliothek wurde die Verkehrsführung abgestimmt. Viele Anregungen der Bürger aus Gesprächen sind in die Ausführung der Sicherungsmaßnahmen eingeflossen.

Anfang September sollen die Verkehrssicherungsmaßnahmen und die Gehwegsicherung in der Theaterstraße in Angriff genommen werden. So kann im Rahmen der Verkehrserziehung an den Schulen die neue Situation mit den Kindern unmittelbar zu Schuljahresbeginn eingeübt werden.

27.07.09
Pressemitteilung der Stadt Heidelberg

Theatersanierung: Kurt Cerdini ist Ansprechpartner für die Bürger

Kurt Cerdini heißt der Baustellenbeauftragte für die Theatersanierung. Der 63jährige Polizeibeamte im Ruhestand wird für die nächsten drei Jahre Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger sein, die von der Baumaßnahme betroffen sind. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner stellte Cerdini am 27. Juli auf einer Pressekonferenz im Rathaus vor und zeigte sich begeistert vom neuen Baustellenbeauftragten: „Einen besseren hätten wir nicht finden können!“ Es sei ein Glücksfall für das Großprojekt, mit Cerdini einen Mann zu haben, der fachlich qualifiziert und sowohl den Altstädtern als auch dem Theater gleichermaßen zugetan sei.

Für alle Fragen, Anregungen und Beschwerden rund um den Um- und Erweiterungsbau der Städtischen Bühne steht Kurt Cerdini ab sofort unter der Rufnummer 58-35555 montags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr zur Verfügung, E-Mail: Kurt.Cerdini@Heidelberg.de. Ein Büro in Baustellennähe ist in Planung und wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Kurt Cerdini ist Pensionär, ein sehr umtriebiger allerdings – besonders, wenn es um „sein Heidelberg“ geht. Cerdini – der Name lässt es kaum vermuten – ist nämlich ein waschechter Heidelberger, genauer gesagt: Altstädter: Hier geboren, am Schlossberg aufgewachsen, Schüler der Friedrich-Ebert-Schule bis zum Wechsel auf das Gymnasium, in der Heiliggeistkirche konfirmiert und schließlich auch dort verheiratet. Der gelernte Büromaschinenmechaniker wechselte später zur Polizei. Seit über 40 Jahren ist Cerdini Vorstandmitglied in der Gewerkschaft der Polizei, Kreisgruppe Heidelberg, seit der Pensionierung Seniorenvertreter. Er war ehrenamtlicher Richter beim Finanzgericht Baden-Württemberg, ist Mitglied in mehreren Vereinen und Vereinigungen, selbstverständlich auch im Verein „Alt Heidelberg“. Mittlerweile ist der Vater einer Tochter und Großvater zweier Enkelkinder in die Weststadt gezogen. Sein Herz schlägt aber immer noch für die Altstadt.

Was ihn dazu motiviert hat, das Ehrenamt als Baustellenbeauftragter für die dreijährige Sanierungszeit anzunehmen? „Schon mein Beruf offenbart es: Mir war es im Leben immer ein Anliegen, im Dienst der Allgemeinheit zu stehen“, erzählt Kurt Cerdini. Jetzt mit der Theatersanierung sah er die Möglichkeit, mehr als bisher für „sein“ Heidelberg zu tun. Mit den Baustellen kennt sich Cerdini schon von Berufs wegen aus: Als Polizeibeamter hat er viele Jahre lang in der Verkehrsüberwachung gearbeitet, Klein- und Großbaustellen und die damit verbundenen Probleme waren sein täglich Brot. Bereits 1993 war er beim Bau der Polizeidirektion in der Römerstraße mehrere Monate als Baustellenbeauftragter tätig. 
 
Und seine Liebe zum Theater? „Die ist während meiner Berufstätigkeit oft stiefmütterlich behandelt worden“, berichtet Cerdini. Nach seiner Pensionierung hat er das rasch geändert. Der bauliche Zustand des Theaters und die teilweise unzumutbaren Arbeitsplätze der Mitarbeiter überzeugten ihn davon, kurzerhand in den Freundeskreis einzutreten.

Kontakt:
Baustellenbeauftragter für die Theatersanierung
Kurt Cerdini
Telefon: 06221 58-35555
E-Mail: Kurt.Cerdini@Heidelberg.de
Sprechzeiten: Montag und Mittwoch von 14 bis 16 Uhr

Weitere Infos zur Theatersanierung unter www.heidelberg.de/theatersanierung



27.07.09
Pressemitteilung der Stadt Heidelberg

Theatersanierung: Baustellenunterstützungsfonds für Gewerbetreibende

Die Theater- und Orchesterstiftung hat für Gewerbetreibende, die von der Theatersanierung betroffen sind, einen Baustellenunterstützungsfonds eingerichtet. Die Geschäftsstelle des Fonds ist beim Amt für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung der Stadt Heidelberg eingerichtet, Ansprechpartnerin ist Nadine Klasen, Telefon 58-30005. Der Fonds dient der direkten Unterstützung beeinträchtigter Betriebe. Außerdem werden aus dem Fonds Marketingmaßnahmen finanziert, von denen alle Betriebe im Bereich der Theaterstraße profitieren. Die Wirtschaftsförderung ist Ansprechpartner für Probleme der Gewerbetreibenden und wird während der Bauzeit auch einen „Runden Tisch der Gewerbetreibenden“ einrichten.

Kontakt:
Baustellenunterstützungsfonds
Amt für Wirtschaftsförderung und Beschäftigung der Stadt Heidelberg
Nadine Klasen
Telefon: 58-30005

Weitere Infos zur Theatersanierung unter www.heidelberg.de/theatersanierung



 27.07.09
Pressemitteilung der Stadt Heidelberg

Theatersanierung: Ersatzspielplatz am Krahnenplatz

Gute Nachrichten für Kinder und Eltern in der Altstadt: Für die Zeit der Theatersanierung wird eine Ersatzspielfläche auf dem Krahnenplatz in der Nähe des Marstalls eingerichtet. Sie ersetzt vorübergehend den Spielplatz Theaterstraße, der aus Gründen der Verkehrssicherheit während der Theatersanierung geschlossen werden muss. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner hatte sich für die Ersatzlösung zum Wohle der Altstadt-Kinder stark gemacht. Der Haupt- und Finanzausschuss gewährte auf seiner Sitzung am 23. Juli 44.000 Euro außerplanmäßige Mittel für die Einrichtung der Spielanlage, auf der man künftig klettern, rutschen und im Sand buddeln kann. Die Anlage wird mit einem Zaun geschützt. Mit der Einrichtung der Spielfläche kann voraussichtlich Ende September begonnen werden.

Ab der kommenden Spielzeit können Sie unsere Vorstellungen in den neuen Spielstätten OPERNZELT und THEATERKINO erleben.

Theaterkasse am OPERNZELT
Ab 27.07. Ecke Emil-Maier-Straße / Alte Eppelheimer Straße, 69115 Heidelberg
Tel. 06221.58 20000, Fax 06221.58 46 20000
tickets@theater.heidelberg.de
Mo-Fr 11.00-19.00 Uhr, Sa 12.00-18.30 Uhr

Die Abendkasse befindet sich im Foyer des OPERNZELTES.


Abobüro am OPERNZELT
Ab 27.07. Ecke Emil-Maier-Straße / Alte Eppelheimer Straße, 69115 Heidelberg
Für alle Ihre Fragen, in der Theaterkasse
Frau Schade, Tel. 06221.58 35 222
abo@theater.heidelberg.de
Di & Mi 11.00-16.00 Uhr
Do & Fr 13.00-18.00
Sa 12.00-15.00


Die Theaterkasse am THEATERKINO öffnet in der neuen Spielzeit.


So finden Sie uns ...

OPERNZELT
an der Alten Feuerwache
Emil-Maier-Straße 16
69115 Heidelberg

Bus 32, 33, 34 bis Hauptbahnhof, Bus 721 bis „Betriebshof“
Straßenbahn 5, 21 und 24 bis Hauptbahnhof, Straßenbahn 21, 22 und 24 bis „Betriebshof“, Straßenbahn 22 bis „Czernybrücke“.

Parkhaus BG Chemie, von dort aus ist das OPERNZELT in ca. drei Gehminuten erreichbar.
Behindertenparkplätze werden zusätzlich in der Emil-Maier-Straße, in unmittelbarer Nähe zum OPERNZELT eingerichtet.

Eine Anfahrtsskizze über Google maps mit der Möglichkeit der Routenberechnung finden Sie hier.


THEATERKINO
Hauptstraße 42
69117 Heidelberg
Das THEATERKINO erreichen Sie vom zentral gelegenen Bismarckplatz aus zu Fuß in fünf Minuten.

Folgende Parkhäuser in der Umgebung sind durchgehend geöffnet und fußläufig erreichbar. In den Parkhäusern sind auch Behindertenparkplätze vorhanden.
P4 Darmstädter Hof Centrum
P5 Europäischer Hof
P6 Kraus
P7 Kaufhof
P8 Kongresshaus
P9 Friedrich-Ebert-Anlage 
Tiefgarage Friedrich-Ebert-Platz

Gehbehinderte können sich (z.B. per Taxi) bis unmittelbar zum THEATERKINO fahren lassen, ansonsten ist die Zufahrt mit dem Auto bis zur Ecke Akademiestraße / Hauptstraße möglich. Die Hauptstraße ist eine Fußgängerzone.

Eine Anfahrtsskizze über Google maps mit der Möglichkeit der Routenberechnung finden Sie hier.

Sitzprobe im OPERNZELT - Testen Sie Ihre Plätze!

Hier können Sie den Saalplan des OPERNZELTS als PDF ansehenAn zwei Tagen haben alle Festabonnenten, Wahlabonnenten, Mitglieder des Freundeskreises und diejenigen, deren Abonnement mit Ende der Spielzeit automatisch ausläuft, also Inhaber der UNICARD, des JUNGEN ABOS und des Schnupperabos, die Möglichkeit, ihre zugewiesenen Plätze zu testen bzw. ein neues Abo abzuschließen. Willkommen sind auch alle Abo-Interessenten. Es gibt Kaffee & Kuchen.

18.07. & 19.07., jew. 4 Std., OPERNZELT an der
Alten Feuerwache, Emil-Maier-Str. 16

Hier können Sie Saalpläne des OPERNZELTS und des THEATERKINOS als PDF herunterladen, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.

30.04.09
Erste Schritte im Heidelberger Opernzelt - Bauprobe zur „Zauberflöte“

Das OPERNZELT als neue Spielstätte nimmt immer konkretere Formen an. Neben dem THEATERKINO dient es als Ersatzspielstätte während der dreijährigen Sanierungszeit der Städtischen Bühne. Anfang Oktober wird das OPERNZELT mit der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart eingeweiht und gleichzeitig die Spielzeit 2009_10 des Heidelberger Theaters feierlich eröffnet. Bei einer Bauprobe versammelten sich heute das Regieteam der Eröffnungsoper, der neue Operndirektor Joscha Schaback, GMD Cornelius Meister und Intendant Peter Spuhler, um mit den Probenarbeiten zur großen Premiere zu beginnen.
In der Bauprobe prüfte das Regieteam gemeinsam mit den künstlerischen Leitern und Bühnentechnikern den Entwurf des Bühnenbilds auf seine Umsetzbarkeit. Im Juli werden die Proben zur Zauberflöte mit den Sängern aus dem Opernensemble und dem Philharmonischen Orchester aufgenommen.

Regisseur Tobias Kratzer und Bühnenbildner Rainer Sellmaier verbindet eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit. Zuletzt wurden sie mit dem ring.award 2008 für ihr Konzept zu Verdis „Rigoletto“ ausgezeichnet. Mit ihrer Inszenierung von Mozarts „Cosi fan tutte“ begeisterten sie vor Kurzem am Cuvilliés-Theater in München. Der besondere Bühnenraum des OPERNZELTS mit seinen neuen Möglichkeiten übt neben dem historischen Wert der Mozart-Oper einen speziellen Reiz auf die beiden aus. Auch Cornelius Meister freut sich auf die Eröffnung im Herbst: „Aus meiner Erfurter Zeit als Assistent des Generalmusikdirektors in der Spielzeit 2001_02 habe ich die Akustik in guter Erinnerung. Ich denke, dass die Verhältnisse für das Orchester in vielerlei Hinsicht einfacher und besser sind. Ich freue mich auf die vielfältigen Möglichkeiten, die das OPERNZELT mit seinem großen Raumvolumen bietet.“

Für alle Interessierten, die sich von dem neuen Raumgefühl und den beeindruckenden Dimensionen des OPERNZELTS ein Bild machen möchten, gibt es beim „Architektentag“ am 27.06. die Möglichkeit das komplett aufgebaute Opernzelt zu besichtigen.



Pressemitteilung der Stadt Heidelberg vom 10.04.09
Theatersanierung kündigt sich an


Die Theatersanierung kündigt sich an: Derzeit beschäftigt sie nicht nur den Architekten und eine Vielzahl von Fachingenieuren mit umfassenden Planungsarbeiten. Sie wird in den kommenden Wochen auch durch erste vorbereitende bauliche Maßnahmen sichtbar. So muss die Stromversorgung für das Altstadt-Quartier im Umkreis des Theaters auf Dauer einen neuen Standort erhalten. Bislang wurde sie über eine Trafostation auf dem Theatergelände sichergestellt. Mit Rücksicht auf die Anwohner wird die neue Trafostation nicht überirdisch errichtet, sondern im Untergeschoss des Gebäudes Theaterstraße 10 (Anna-Blum-Haus) untergebracht. Da mit dieser Maßnahme sowie der künftigen Energieversorgung des Theaters umfassende Eingriffe in das Versorgungsnetz der Stadtwerke verbunden sind, werden die dafür erforderlichen Arbeiten zeitgleich durchgeführt. So muss unter anderem auch die Fernwärmeleitung südlich der Theaterstraße 10 zwischen Theaterstraße und Friedrichstraße einen neuen Verlauf finden.

Die Neuordnung aller Versorgungsstränge ist so umfassend und tiefgreifend, dass man, nach sorgfältiger Prüfung aller Optionen, bereits ab Dienstag, den 14. April gezwungen ist, den Kinderspielplatz für die gesamte Dauer der Theatersanierung zu schließen. Auch ist es aus Gründen des Personenschutzes unerlässlich, den Durchgang zwischen Friedrichstraße und Theaterstraße zu sperren. Die auf dem Theatergelände befindlichen Parkplätze müssen entfallen.
Sicherheitsaspekte sind der Grund für diese Maßnahmen, aber auch die zwingend notwendige Aufrechterhaltung der Feuerwehrzufahrt in diesem Bereich, weshalb es keine andere Möglichkeit gibt, als Flächen des Kinderspielplatzes für die Baustelleneinrichtung in Anspruch zu nehmen. Ohnehin wäre es nicht verantwortbar, die Kinder im unmittelbaren Einwirkungsbereich dieser großen Baustelle weiterhin spielen zu lassen.

Um alle mit der Theatersanierung notwendigen Eingriffe und die damit verbundenen Beeinträchtigung der Anwohner so gering wie möglich zu halten, wird zur Zeit ein Verkehrsgutachten und ein Logistikkonzept für eine optimierte Baustellenabwicklung erarbeitet. Über die Ergebnisse werden die Betroffenen vor Beginn der eigentlichen Abbruch- und Sanierungsarbeiten des Theaters frühzeitig informiert.

Was den Spielplatz anbelangt, wird dessen Einrichtung für die gesamte Zeit der Theatersanierung eingelagert. Wenn der Theaterumbau abgeschlossen ist, dürfen sich die Altstadtkinder freuen: dann wird ihr alter Spielplatz wieder eingerichtet – und wenn der Gemeinderat dem zweiten Bauabschnitt zustimmt, wird er noch größer und schöner als der bisherige. Bis dahin stehen in der Altstadt in Laufweite der große Kinderspielplatz in der Märzgasse und der Spielplatz in der Bienenstraße zur Verfügung.

Wir gehen zelten – kommen Sie mit! 

Infoabend rund um das OPERNZELT & THEATERKINO
Es sind nur noch wenige Monate bis die Tore der Städtischen Bühne für das Publikum vorübergehend geschlossen werden. Und bereits jetzt sind das OPERNZELT und das THEATERKINO in aller Munde! Am 06.04. um 20.00 Uhr können alle Interessierten ihre Fragen zu den neuen Spielstätten loswerden. Auf der Städtischen Bühne machen Intendant Peter Spuhler, der Technische Direktor Ivica Fulir und das Architekturbüro ap88 Sie mit den Plänen vertraut. Sie wollen wissen, wo Sie parken können? Welche öffentlichen Verkehrsmittel zum OPERNZELT führen? Ob sie auch im THEATERKINO tagsüber Karten kaufen können – auf all diese Fragen werden Sie an diesem Abend eine Antwort finden!

Tag für Tag nimmt das Zelt am Czernyring mehr Gestalt an – gleichzeitig verändert sich die Alte Feuerwache von innen. Die Ausmaße des Zelts selbst verraten: Hier werden jetzt alle Zuschauer gut sehen können – mehr Sitzplätze, mehr Beinfreiheit, mehr Bequemlichkeit und bessere Sicht erwarten die Theaterbesucher. Zudem ist die Akustik beeindruckend – und das Zelt ist für die Opernnutzung erprobt: hat es doch bereits den Theatern von Freiburg, Kassel und Erfurt als Ausweichquartier bei deren Theatersanierungen gedient. Und es besteht die Chance, bald Opern zu machen, die sich aufgrund ihrer Größe und Besetzung in der jetzigen Städtischen Bühne nicht oder viel schwerer realisieren lassen.

Das THEATERKINO wird Anfang Oktober eröffnet; das OPERNZELT wenige Tage später – mit der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart unter dem Dirigat von Cornelius Meister. Soviel sei bereits jetzt verraten. Eine „Zauberflöte für Kinder“ folgt rasch danach ... und viele weitere Inszenierungen, auf die Sie sich gemeinsam mit dem Theaterensemble freuen können!

06.04., 20.00 Uhr, Städtische Bühne

10.03.09
OPERNZELT wird silbern

Das OPERNZELT, das derzeit im Hof der Alten Feuerwache als Ausweichspielstätte entsteht, bekommt nach und nach seine silbernen Planen. Nachdem in der letzten Woche die frei tragende Konstruktion der Kuppel aufgebaut war, hat man nun damit begonnen, die Kuppel zu schließen. Wer sich noch ein Bild der beeindruckenden Konstruktion machen möchte, sollte sich also beeilen. Bald wird das Zelt vollständig „angezogen“ und von außen nicht mehr einsehbar sein. Über den Fortgang der Arbeiten halten wir Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.

26.02.09
Die Kuppel steht!

Die Kuppel des OPERNZELTS mit rund 20 m Höhe im Hof der Alten Feuerwache am Czernyring ist aufgebaut! Alle Träger sind im Laufe der vergangenen Woche errichtet worden. Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit, sich die beeindruckende Kuppel, in der ab der kommenden Spielzeit unsere Opernvorstellungen stattfinden werden, anzuschauen. In ca. zwei Wochen werden die Zeltbahnen darüber gespannt. Ein regelmäßiger Besuch lohnt sich also um zu beobachten, wie das OPERNZELT entsteht.

Pressemitteilung der Stadt Heidelberg vom 18. Februar 2009
Heidelberger OPERNZELT: Der Aufbau hat begonnen! 
  
Mit der Aufstellung der Bogenelemente im Hof der Alten Feuerwache im Heidelberger Stadtteil Bergheim hat am 18. Februar der Aufbau des OPERNZELTES begonnen. Es soll dem Theater während der Sanierungszeit bis 2012 als temporäre Spielstätte für alle Musiktheater-Produktionen dienen.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Erster Bürgermeister Bernd Stadel, Intendant Peter Spuhler und Architekt Patrick Lubs gaben vor Ort gemeinsam den offiziellen Startschuss für den Zeltaufbau. Platz für 636 Zuschauer bietet das OPERNZELT, das zuvor bereits in Freiburg, Erfurt und Kassel im Einsatz war.

Die Übergangsspielstätte ist alles andere als ein gewöhnliches Zelt: Mit 18 Metern Höhe, 35 Metern Durchmesser und einer Fläche von 1000 Quadratmetern gehört es zu den Giganten der mobilen Spielstätten. Es besteht aus 22 einzelnen nach oben konisch zulaufenden Leichtmetall-Bogenelementen und ist von einer silberfarbenen Außenplane aus Kunststoff umhüllt. Durch die zweischalige Membran sind Wärme- und Schalldämmung bestens gewährleistet.

Im Innenraum, der im Winter beheizt und im Sommer mit Frischluft versorgt wird, werden es künftig nicht nur die Orchestermusiker bequemer haben. Vor allem die Zuschauer dürfen sich auf mehr Platz, gepolsterte Einzelbestuhlung in Parkett und Rang, viel Beinfreiheit und vor allem unverstellte Sicht freuen, denn das Zelt kommt gänzlich ohne zusätzliche Stützstangen aus. Die 226 Quadratmeter große Bühne erlaubt „große“ Oper in Heidelberg. Intendant Peter Spuhler: „Durch die anderen Raumverhältnisse können wir auch Opern machen, die bisher nicht in Heidelberg möglich waren. Darauf freuen sich Generalmusikdirektor Cornelius Meister, unsere Sänger und Musiker sehr. Besonders wichtig ist uns die ausgezeichnete Akustik im Zelt bei gleichzeitigem maximalem Lärmschutz für die Anwohner.“

In der alten Fahrzeughalle im Erdgeschoss der Feuerwache werden Sektbar und Foyer mit Garderobe entstehen. Nebenan werden untertags Kulissen geschreinert und montiert. Im ersten Geschoss, wo früher die Feuerwehrleute im Bereitschaftsdienst ihre Ruheräume hatten, befinden sich jetzt die Schneider- und Maskenbildnerwerkstatt. Im zweiten Obergeschoss, der ehemaligen Turnhalle, ist der Malersaal. Das Verwaltungsgebäude der Feuerwache bleibt, was es war: ein Gebäude für die Verwaltung – jetzt allerdings die des Theaters. Das Gebäude der ehemaligen KFZ- und Schlosserwerkstatt wird Schlosser- und Schreinereiwerkstatt sowie für die Bühnentechnik genutzt. In der ehemaligen Polizeistation im benachbarten Gebäude Emil-Maier-Straße 18 werden weitere Verwaltungsräume und eine Gästewohnung Platz finden. Architekt Patrick Lubs: „Die Alte Feuerwache ist als Interims-Spiel- und –Betriebsstätte ein Glücksfall für das Theater, weil hier beide Bereiche an einem gemeinsamen Standort realisiert werden können. Mit relativ wenigen baulichen Veränderungen ist die Alte Feuerwache auch für das Theater hervorragend nutzbar.“
Parkmöglichkeiten für Zuschauer gibt es ausreichend, vor allem im BG-Chemie Parkhaus zwischen Hauptbahnhof und Alter Feuerwache. Auch mit dem öffentlichen Nahverkehr ist das OPERNZELT bestens erreichbar. Eine Theaterkasse mit guter Anfahrtsmöglichkeit und Kurzzeitparkplätzen soll es im ehemaligen HSB-Kassenpavillon in der Alten Eppelheimer/Ecke Emil-Maier-Straße geben.

Drei Monate wird es dauern, bis das Zelt dann Ende Mai komplett aufgebaut ist. Bis 2012 sollen hier Opern und Konzerte gespielt werden. Das Schauspiel bleibt in der Altstadt. Im ehemaligen Schlosskino wird eine Ersatzspielstätte hergerichtet werden. Damit sind auch die Einwohnereinwendungen vom Tisch, die sich an einem zweiten „kleinen“ Zelt für das Schauspiel in unmittelbarer Nachbarschaft zum großen Zelt an der Alten Feuerwache festgemacht hatten. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Wir sind froh, mit der Zwei-Spielstätten-Regelung eine so gute Übergangslösung für das Theater gefunden zu haben. Das OPERNZELT wird Theaterliebhabern einen Kunstgenuss ganz neuer Dimension in Heidelberg eröffnen. Und das „THEATERKINO“, unsere neue Schauspielstätte, sorgt dafür, dass das Schloss-Kino für eine kulturelle Nutzung erhalten und das Theater mit einem Fuß in der Altstadt bleibt.“

Noch bis zum 11. Juli spielt das Theater und Philharmonische Orchester im „alten“ Theater in der Heidelberger Altstadt. Dann beginnen die Sanierungsarbeiten, die bis 2012 dauern werden. Die erste Spielzeit im Opernzelt wird im Oktober 2009 eröffnet.

Verantwortlich für die Planung und Durchführung der Baumaßnahmen in der Alten Feuerwache ist die Heidelberger Architektenpartnerschaft Bellm-Löffel-Lubs-Trager (ap 88) im Auftrag des Gebäudemanagements der Stadt Heidelberg.

Die Kosten für die gesamte Auslagerung des Theaters sind mit insgesamt 5,3 Millionen Euro veranschlagt. Darin enthalten sind 1,5 Millionen Euro Zeltmiete.

 

17. Dezember 2008

Schauspiel zieht vorübergehend ins Schlosskino

Die Konturen der Zukunft des Theaterbetriebs in Heidelberg während der Sanierungsphase werden jetzt immer deutlicher. Nachdem der Gemeinderat im November mit einer überwältigenden Mehrheit grünes Licht für die Sanierung gab ist die zweite Ersatzspielstätte bekannt: das Schlosskino in der Hauptstraße. Neben dem „Opernzelt“  im Hof der alten Feuerwache wird das Schauspiel in die Kinosäle im Herzen der Stadt einziehen.

Als die Kinokönigin Inge Mauerer-Klesel den zündenden Gedanken hatte, dem Theater das Schlosskino mit seinen ca. 300 Plätzen als Spielstätte zur Verfügung zu stellen, war das Ensemble sofort begeistert. Es wird in der Nähe des Theaterplatzes gespielt und gleichzeitig die kulturelle Präsenz in der Altstadt gewahrt! Intendant Peter Spuhler denkt daran, die Idee eines „Theaterkinos“ oder „Kinotheaters“ wörtlich zu nehmen und zu zeigen, dass das Zusammenspiel von Film und Theater eine wunderbare Symbiose sein kann. „Wir sind sehr glücklich, so einen schönen Raum nutzen zu dürfen und freuen uns auf eine tolle Zeit“, so Spuhler.



Pressemitteilung der Stadt Heidelberg vom 17. Dezember 2008
Theater zieht vorübergehend ins Schlosskino

Freude beim Theater und Philharmonischen Orchester der Stadt Heidelberg: nachdem Kinobetreiberin Ingrid Mauerer-Klesel vergangene Woche die Schließung des Schlosskinos bekannt gegeben hatte, hat die Eigentümerin des Gebäudes, die Heidelberger H + G-Bank, das ehemalige Schlosskino dem Theater als Spielstätte für die Zeit der Sanierung angeboten. Ingrid Mauerer-Klesel hatte die Idee für diese neue kulturelle Nutzung des Schlosskinogebäudes.

Intendant Peter Spuhler: „Als man uns fragte, ob wir uns vorstellen könnten das Schlosskino zu nutzen, schien uns das doppelt richtig: zum Einen, um eine kulturelle Nutzung in der Altstadt zu halten, zum Anderen, um mit dem Theater mit einem Standbein in der Nähe des uns vertrauten Ortes zu verbleiben. Die Nutzung des Kinos als Theater stellt uns vor interessante Herausforderungen. Wir können uns vorstellen, die Idee eines "Theaterkinos" oder "Kinotheaters" wörtlich zu nehmen und dort Theaterfassungen von spannenden Filmen zu zeigen oder Theaterstücke, die berühmten Filmen zugrunde lagen. Wir rechnen damit, dass man im Kino für etwa 300 Besucher Platz hätte. Der Ort würde dann hauptsächlich mit vom Schauspiel genutzt werden. Ein zweites Zelt bei der Feuerwache wäre dadurch verzichtbar. Wir sind über diese Lösung außerordentlich glücklich!“

Auch Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner zeigte sich erfreut über die Lösung: „Ich bin froh, dass wir trotz der Schließung des Schlosskinos auf diese Weise weiterhin Kultur an diesem Standort in der Altstadt anbieten können. Möglicherweise ist dort später auch wieder Kino möglich. Das Signal, das von der Schließung des Schlosskinos ausgeht, nehme ich sehr ernst, auch wenn Heidelberg hier bundesweit gesehen keine Ausnahme ist. Ich habe deshalb den Kulturdezernenten und die städtische Wirtschaftsförderung beauftragt, ein Konzept zu entwickeln, das aufzeigen soll, wie die Zukunft des Kinostandorts Heidelberg aussehen könnte und was es dabei zu berücksichtigen gilt. Im nächsten Jahr soll dieses Konzept vorgelegt werden.“



25. November 2008
Mit einer überwältigenden Mehrheit wurde soeben die Heidelberger Theatersanierung endgültig beschlossen – und damit das größte Bauprojekt in der jüngeren Geschichte Heidelbergs, das erste in einer Reihe von großen Vorhaben des jetzigen OB Eckart Würzner. 34 Gemeinderäte stimmten für den Entwurf des Darmstädter Architekturbüros Waechter + Waechter, 3 dagegen und es gab eine Enthaltung. Allen Beteiligten, den Gemeinderäten, der Stadtspitze, den Theaterleuten und anwesenden Bürgern war die große Freue über dieses für Heidelberg außergewöhnlich klare Ergebnis deutlich anzusehen.

„Dass der heutige Beschluss möglich wurde, liegt vor allen Dingen an der Begeisterungsfähigkeit und dem Einsatz der Heidelberger Bürger, allen voran der Großspender und Mäzen Wolfgang Marguerre – der allein 13 Millionen € für die Theatersanierung gegeben hat – die auf wunderbare Weise zeigen: Wenn wir es nur wollen, ist alles möglich“, so Intendant Peter Spuhler. Das Heidelberger Theater, vor 150 Jahren aus einer Bürgerinitiative heraus gegründet, erweist sich so erneut als ein wahrhaftiges Bürgertheater. „Die Liebe der Heidelberger zu ihrem Theater ist wirklich unglaublich und macht uns sehr glücklich“, so der Intendant.

Einzigartig – auch im bundesweiten Vergleich – dürfte sein, dass in Heidelberg nun über 50 % der für die Sanierung notwendigen Mittel, Bürgerspenden und einem intelligenten Finanzierungskonzept zu verdanken sind. Insgesamt wird die notwendige Bausumme mit knapp 53 Millionen (voraussichtlicher Kostenstand 2012) beziffert. Zuletzt hatte es noch einmal heftige Einsparungen im Vergleich zum ursprünglich geplanten Entwurf in Höhe von knapp 10 Millionen gegeben. Die Stadt beteiligt sich an der Sanierung mit ca. 25 Millionen € mithilfe eine Stiftungsmodells. „Trotz der erheblichen Einsparungen bis an die Schmerzgrenze ist das eine zukunftsweisende Sanierungsvariante im hervorragenden Entwurf von Felix Waechter und seiner Frau“, so der technische Direktor des Theaters, Ivica Fulir, der mit seiner Initiative die Theatersanierung erst angestoßen hatte.

Das Architekturbüro Waechter + Waechter war als 1. Preis aus dem europaweiten Wettbewerb der Stadt Heidelberg für die Theatersanierung hervorgegangen – und zwar mit der ausdrücklichen Empfehlung der Jury zu dessen Verwirklichung. Es handelt sich dabei um einen ästhetisch ausgesprochen wertvollen Entwurf, der sich zugleich hervorragend in die Heidelberger Altstadt einfügt, in dem er die historischen Gebäude aufwertet und auf die historischen Maße Rücksicht nimmt, wie auch um den funktional besten und kostengünstigsten der insgesamt 20 Wettbewerbsbeiträge. Das Architekturbüro Waechter + Waechter wurde zuletzt mehrfach ausgezeichnet. Zeitgleich zum Beschluss über die Heidelberger Theatersanierung konnte Sibylle Waechter stellvertretend für ihren Mann und sich den Preis des Landes Hessen für Vorbildliches Bauen für ihre vor kurzem abgeschlossen Sanierung und Erweiterung des Hessischen Landtages entgegennehmen.

Der heutige Tag geht also mit eine Vielzahl glücklicher Gesichter zu Ende: bei den Architekten, Planern, Theaterleuten, Spendern und Politikern. Jetzt kann intensiv mit der Detailplanung begonnen werden; läuft alles nach Plan, beginnen im Sommer 2009 die Abrissarbeiten und findet drei Jahre später, im Herbst 2012 die Eröffnung des grundsanierten Heidelberger Theaters statt – mit einem komplett neuen Zuschauerraum und Bühne bei Beibehaltung des denkmalgeschützten alten Saals als weiterer Spielstätte.

Das Theater wird für diese drei Jahre nochmals seine Kraft und Improvisationsfähigkeit beweisen. Für ihre Mitarbeiter und ihre Gäste heißt es im Sommer umzuziehen: Der Betrieb geht in eine leerstehende alte Feuerwache in der Nähe des Heidelberger Bahnhofs, in deren Hof ein großes Theaterzelt als Ersatzspielstätte errichtet werden wird. Darüber hinaus wird es für das Schauspiel eine weitere Ersatzspielstätte geben.



Presseerklärung des Oberbürgermeisters vom 25. November 2008
Überwältigende Zustimmung zur Sanierung des Heidelberger Theaters

Die Zukunft des Heidelberger Theaters ist gesichert: Mit überwältigender Mehrheit – 34 Ja-, drei Nein-Stimmen und eine Enthaltung – beschloss der Gemeinderat am 25. November, der Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg die Ausführungsgenehmigung zur Sanierung des Theaters zu erteilen. Möglich wird die Sanierung durch bürgerschaftliches Engagement, das bundesweit einzigartig ist: 13 Millionen Euro stellt der Heidelberger Unternehmer Wolfgang Marguerre für den Um- und Ausbau zur Verfügung. Weitere 3,5 Millionen Euro hat das „Bürgerkomitee zur Rettung des Theaters“ bislang an Spendengeldern für die Sanierung zusammengetragen, davon allein eine Million von Manfred Lautenschläger, der als erster Großspender den Startschuss für die beispielhafte Spendenaktion gab. Insgesamt ist das mehr als ein Drittel der mit 52,9 Millionen Euro veranschlagten Gesamtkosten. Da das Stiftungsmodell zusätzlich erhebliche Steuervergünstigungen mit sich bringt, beträgt der städtische Finanzierungsanteil an der Sanierung tragbare 25 Millionen Euro.

Mit dem Beschluss stimmte der Gemeinderat zugleich dem reduzierten, kosten- und funktionsoptimierten Raumprogramm zu. Außerdem gab er grünes Licht für die Beauftragung des Darmstädter Architekturbüros Waechter + Waechter mit der weiteren Planung und Durchführung der Sanierung auf der Grundlage der überarbeiteten Pläne. Der städtischen Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH) wurde die Projektleitung für die Sanierungsarbeiten übertragen.

Das Architekturbüro Waechter + Waechter aus Darmstadt war im März 2008 von der Jury mit großer Mehrheit zum ersten Preisträger des Architektenwettbewerbs zur Sanierung des Theaters gewählt worden; es hatte den am besten bewerteten und gleichzeitig kostengünstigsten Entwurf eingereicht. Waechter + Waechter haben zuletzt den hessischen Landtag gebaut und erhielten dafür den Preis für vorbildliches Bauen des Landes Hessen.

Laut Plan soll mit der Sanierung des Heidelberger Theaters im Sommer 2009 begonnen werden. Die Eröffnung ist im September 2012 geplant. Das Theater wird dann neben dem historischen Alten Saal, der erhalten bleibt, einen neuen Zuschauersaal haben mit guter Akustik und vielfältiger Bespielbarkeit. Gleichzeitig gibt es wesentliche Verbesserungen für Zuschauer und Mitarbeiter. Für Menschen mit Behinderungen wird ein barrierefreier Zugang zum Theater möglich sein.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner: „Mit dem Beschluss des Gemeinderates können wir die Theatersanierung jetzt endlich konkret angehen. Unsere Bürgerinnen und Bürger haben sich mit ihrem einzigartigen Engagement klar zum Theaterstandort Heidelberg bekannt. Innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes ist das qualifizierte Sanierungskonzept entwickelt und jetzt auch beschlossen worden. Allen Unterstützern und all denen, die in den vergangenen Monaten hart an dieser guten Lösung gearbeitet haben, gilt mein aufrichtiger Dank.“

21. November 2008
In einer nicht-öffentlichen gemeinsamen Sitzung haben der Haupt-, der Bau- und der Kulturausschuss jetzt endgültig grünes Licht für die Heidelberger Theatersanierung gegeben.
Die Entscheidung wurde unter anderem möglich durch einen Einzelspender, einen Heidelberger Unternehmer, der alleine 13 Millionen für die Theatersanierung in der vom Theater erhofften Variante gibt. Insgesamt beträgt das bürgerschaftliche Engagement 16,5 Millionen EUR (also ein Drittel der vorgesehenen Bausumme - das dürfte deutschlandweit einmalig sein). Weitere Spenden werden erwartet, wenn nun der endgültige Beschluss fällt. Am kommenden Dienstag wird dieser durch den Gemeinderat erwartet.
Intendant Peter Spuhler und sein Team sind überglücklich, „dass die Liebe der Heidelberger zu Ihrem Theater es jetzt möglich macht, das Theater für die nächsten Jahrzehnte zu sichern. Das Bekenntnis von Stadt, Großspendern und Bevölkerung in Zeiten der Finanzkrise ist einzigartig!“. Wenn die Abstimmung auch am Dienstag gut läuft, woran niemand zweifelt (es wird eine breite Mehrheit erwartet), „erhält Heidelberg ein Theatergebäude, das bundesweit auf sich aufmerksam machen wird. Dass es so kommt, ist vor allem auch ein Verdienst von Oberbürgermeister Eckart Würzner, der die Großspender überzeugt hat, von Kulturbürgermeister Joachim Gerner, der den Prozess kulturpolitisch „geländert“ hat und des „Bürgerkomitees zur Rettung des Theaters“, einer vom Bundespräsidenten im Rahmen von „Land der Ideen“ ausgezeichneten Initiative, die viele hundert Aktionen zur Theatersanierung veranstaltet und tausende Einzelspender gewonnen hat.
Wenn alles nach Plan geht, ist im Sommer 2009 Baubeginn und Ende September 2012 die Eröffnung des sanierten Theatergebäudes. In der dreijährigen Zwischenzeit zieht das komplette Theater in eine Ersatzspielstätte um. Dies kann es jetzt hoffnungsvoll und voller Optimismus tun, um schließlich in ein zukunftsweisendes Theater zurückzukehren.
Der besondere Dank aller Theatermitarbeiter gilt den vielen Spendern, allen voran dem Heidelberger Wolfgang Marguerre, aber auch Manfred Lautenschläger, der sich als erster Millionenspender zum Theater bekannt hatte.



Presseerklärung des Oberbürgermeisters vom 21.11.08:

Theatersanierung: Optimiertes Raumprogramm und großes Bürgerengagement sichern Finanzierung

Die Sanierung des Heidelberger Theaters kann wie geplant beginnen – denn sie steht auf einem soliden Fundament und belastet den städtischen Haushalt weit weniger als zuletzt kalkuliert. Diese positiven Neuigkeiten und die weitere Planung der Sanierungsarbeiten standen im Mittelpunkt einer gemeinsamen nicht öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses, des Bauausschusses und des Haupt- und Finanzausschusses des Heidelberger Gemeinderates am 20. November im Rathaus.

In den vergangenen Monaten hatte die Stadtverwaltung gemeinsam mit Fachplanern, Architekten und dem Bürgerkomitee zur Rettung des Theaters im Auftrag des Gemeinderates intensiv an einer Kostenoptimierung des Entwurfs von Waechter + Waechter gearbeitet. Das Architekturbüro Waechter + Waechter aus Darmstadt war im März 2008 von der Jury mit großer Mehrheit zum ersten Preisträger des Architektenwettbewerbs zur Sanierung des Theaters gewählt worden; es hatte den am besten bewerteten und gleichzeitig kostengünstigsten Entwurf eingereicht.

Die jetzt vorgelegte Kostenoptimierung sieht unter anderem eine erhebliche Reduzierung des Raumprogramms, der Fassadenfläche und einen Verzicht auf das dritte und teilweise zweite Untergeschoss vor. Trotz dieser einschneidenden Maßnahmen werden durch die drastisch gestiegenen Baukosten bis zur Fertigstellung Gesamtkosten in Höhe von 52,9 Millionen Euro erwartet. Allerdings liegt der städtische Finanzierungsanteil an der Sanierung, die über die Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg erfolgen wird, bei den im Haushalt möglichen und eingeplanten 25 Millionen Euro. Dies ist vor allem einer äußerst großzügigen Spende des Heidelberger Unternehmers Wolfgang Marguerre zu verdanken, der sich vor wenigen Tagen in einem persönlichen Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner bereit erklärt hat, sich mit 13 Millionen Euro an den Sanierungskosten zu beteiligen. Die weiteren Säulen einer gesicherten Finanzierung sind die erheblichen Spenden, die das Bürgerkomitee zur Rettung des Theaters bisher zusammengetragen hat, und die Steuervergünstigungen, die das Stiftungsmodell mit sich bringt.

Mit überwältigender Mehrheit empfahlen daher alle Ausschüsse dem Gemeinderat, dem reduzierten Raumprogramm zuzustimmen und der Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg die Ausführungsgenehmigung zur Sanierung des Theaters zu erteilen. Außerdem empfahlen die Ausschüsse dem Gemeinderat, das Architekturbüro Waechter + Waechter mit der weiteren Planung und Durchführung der Sanierung auf der Grundlage der überarbeiteten Pläne zu beauftragen. Der städtischen Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH) soll die Projektleitung für die Sanierungsarbeiten übertragen werden, so eine weitere Empfehlung der Ausschüsse. Der Gemeinderat wird am 25. November die endgültige Entscheidung über die Theatersanierung treffen.

„Ich bin sehr erleichtert, dass wir eine so gute Grundlage für die Theatersanierung schaffen konnten und freue mich, dass die Ausschüsse uns heute mit einem überwältigendem Votum den Weg zur Sanierung geebnet haben. Für das herausragende finanzielle Engagement von Wolfgang Marguerre, aber auch für die vielen Spenden, die das Bürgerkomitee bisher zusammentragen konnte, bin ich mehr als dankbar. Dieses tolle bürgerschaftliche Engagement ist der eigentliche Motor, Impulsgeber und Garant für die Theatersanierung und sicherlich bundesweit einmalig,“ sagte Oberbürgermeister Dr. Würzner im Anschluss an die Sitzung.


März 2008
An den 10.03. wird man sich als wichtigen Tag auf dem Weg zu einem sanierten Heidelberger Theater erinnern: Innerhalb eines Tages (zwei waren vorgesehen) einigte sich das sehr große Preisgericht auf drei Preisträger und zwei Ankäufe. Dass für die Entscheidung nur die halbe Zeit benötigt wurde, zeigt, wie sicher sich die Juroren – Fachleuten und Gemeinderäte – mit dieser Entscheidung waren. Wie sehr sie, gerade mit dem ersten Preis, auch die Hoffnungen der Heidelberger getroffen haben, bestätigen zur Zeit die Besucher der Ausstellung, die drei Tage später im Foyer des Theaters eröffnet wurde. Das Interesse der Besucher und Theaternachbarn an den zwanzig eingereichten Entwürfen war übrigens so groß, dass diese Ausstellung inzwischen zweimal verlängert wurde.

Was zeichnet die Preisträger aus? Der erste Preis bietet eine überaus intelligente Raumlösung von großer Funktionalität und klarer ästhetischer Schönheit. Die Neubauteile fügen sich sehr harmonisch in die Heidelberger Altstadt ein; gleichzeitig werden die denkmalgeschützten Bauteile herausgehoben. Der Entwurf verblüfft durch sein geringes Volumen und seine sehr durchdachten Lösungsansätze für die Aufgabe, die von vielen Teilnehmern als ausgesprochen schwierig beschrieben wurde. Die Theatermitarbeiter wiederum freuen sich an der sinnvollen Raumanordnung und der Tatsache, dass jeder Raum mit Tageslicht versorgt ist. Hinter dieser Lösung verbirgt sich ein junges Architektenpaar aus Darmstadt, „Waechter & Waechter", das zur Zeit gerade den hessischen Landtag – das spannendste Theater der Republik – umbaut. Der zweite Entwurf stammt von einem jungen Avantgardebüro aus Dresden, „code unique", das 06 bei der Architektur-Olympiade in Hamburg Bronze gewann. Code unique setzen zwei klare, gläserne Funktionsgebäude zwischen die denkmalgeschützten Altbauten. Ein klares Plus: das Theaterrestaurant im obersten Stock mit großer, begehbarer Terrasse. Entwurf Nummer drei war und ist Anlass der intensivsten Diskussionen: Wie ein silbernes Raumschiff, ein Kristall liegt der Neubauteil zwischen den Gründerzeithäusern. Bestechend auch das abends leuchtende Restaurant, ungewöhnlich die futuristische, skulpturale Gesamtform. An diesem Entwurf scheiden sich die Geister: Die einen wünschen sich einen so markanten Bau für die Heidelberger Altstadt, die anderen können sich eben dies nicht vorstellen. Übrigens: Jeder der Preisträger sieht für den geliebten alten Theatersaal weiterhin auch eine Theaternutzung vor. Das Glasfoyer allerdings wollte oder konnte keiner der zwanzig Wettbewerbsarchitekten erhalten – es wird wohl abgerissen.

Wie geht es nun weiter? Alle drei Preisträger werden auf ihre Wirtschaftlichkeit und die voraussichtlichen Baukosten geprüft. Interessant ist, dass auch Energiespar-Aspekte eine Rolle spielen sollen. Denn die Deutsche Bank will dem Heidelberger Theater zum Gütesiegel „green building“ verhelfen. Danach entscheidet der Gemeinderat aufgrund des Wettbewerbsergebnisses und der neuen Zahlen und Informationen. Dieser Beschluss wird noch vor den Theaterferien erwartet. Es folgt eine einjährige Planungs- und Optimierungsphase, denn auch bei den Preisträgern gibt es noch vieles zu verbessern. Wenn alles gut geht, wird ab Sommer 09 gebaut. Bis dahin läuft der Spielbetrieb am gewohnten Ort! Alle Theaterleute sind glücklich darüber, wie rasch und zielorientiert es jetzt vorangeht! Wir freuen uns mit unseren Besuchern bereits jetzt auf das sanierte Theater.

Die drei Siegerentwürfe können im Foyer des Theaters besichtigt werden!

1. Preis (40.000 Euro) Waechter + Waechter Architekten, Darmstadt
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2. Preis (25.000 Euro) Code Unique Architekten, Dresden
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3. Preis (15.000 Euro) KSV Krüger, Schuberth, Vandreike, Berlin
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Ankauf (10.000 Euro) Lehmann Architekten, Offenburg
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Ankauf (10.000 Euro) Brunhardt.Brunner.Kranz Architekten, Balzers (Liechtenstein)
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Februar 2008
Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg gegründet
Regierungspräsident Kühner überreichte am 18. Februar Anerkennungsurkunde an OB Würzner


Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Theatersanierung ist gemacht: die Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg ist gegründet. Am 18. Februar überreichte Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner im Heidelberger Rathaus die Anerkennungsurkunde an Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.

Aufgabe der Stiftung ist die Übernahme des „unbeweglichen Vermögens“ der Städtischen Bühne zwischen Theaterstraße und Friedrichstraße, sprich der Theatergebäude und Grundstücke, sowie deren Sanierung und die künftige langfristige Bereitstellung für den Theater- und Konzertbetrieb. Die Stiftung ist somit künftig „Hausherr“ großer Teile des Theaters. Der künstlerische Betrieb bleibt weiterhin unter der Regie des Theaters und Philharmonischen Orchesters der Stadt Heidelberg. Acht Millionen Euro gibt die Stadt als Kapital in die Stiftung. Verwaltet wird die Stiftung von der Stadt Heidelberg. Die Stiftung hat ein Kuratorium, dem Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner vorsitzt. Mitglieder des Kuratoriums sind außerdem der Dezernent für Familie, Soziales und Kultur, der Dezernent für Bauen und Verkehr, der Intendant des Theaters und Philharmonischen Orchesters sowie als Vertreter des Bürgerkomitees dessen geschäftsführender Vorstand Wolf Meng.

Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner: „Das ist ein bedeutsamer Tag im Kulturleben Heidelbergs, denn ein wesentlicher Abschnitt auf dem Weg zur Sanierung des Theaters ist erfolgreich zurückgelegt. Mit der Übergabe der Anerkennungsurkunde erlangt die Theater- und Orchesterstiftung Heidelberg die Rechtsfähigkeit.“

Vorbild für das Stiftungsmodell ist das Theater Bielefeld, ein mit Heidelberg vergleichbares Dreispartenhaus. Hier wurde das Theater von 2004 bis 2006 saniert. Die Stadt Bielefeld gründete dazu eine selbstständige Stiftung.

Vorteile des Stiftungsmodells sind unter anderem die Steuerbegünstigung für private Förderer und Unternehmen, die die Stiftung unterstützen wollen. Zuwendungen von dritter Seite, beispielsweise vom Bürgerkomitee zur Rettung des Heidelberger Theaters, werden damit begünstigt.

Beschlossen hatte der Heidelberger Gemeinderat die Gründung einer Stiftung bereits am 20. Dezember 2007. Erst durch die förmliche Anerkennung der Stiftungsbehörde, dem Regierungspräsidium Karlsruhe, und der Übergabe der Anerkennungsurkunde an die Stadt ist die Stiftung nun offiziell gegründet.

OB Würzner: „Die Stiftungsgründung beweist einmal mehr die gute Zusammenarbeit der Stadt und des Landes, wenn es darum geht, wichtige Probleme zu lösen. Heidelberg dankt dem Regierungspräsidium, dass die Stiftung jetzt unter Dach und Fach ist. Wir sind zuversichtlich, dass wir vor dem Hintergrund der positiven Erfahrungen in Bielefeld mit der Stiftung einen großen Schritt weiter auf dem Weg zur Sanierung des Heidelberger Theaters sind. Dass die Theatersanierung den Bürgerinnen und Bürgern ein großes Anliegen ist, zeigt nicht zuletzt die unvergleichliche Spendenbereitschaft, durch die das Bürgerkomitee bisher über drei Millionen Euro sammeln konnte.“

Auch Intendant Peter Spuhler bezeichnete die Stiftungsgründung als „große Sicherheit auf dem Weg zur dringend notwendigen Sanierung“. Am Gründungstag der Stiftung, dem 18. Februar, will das Theater künftig alljährlich mit einer Feier den Stiftern Danke sagen.

Wolf Meng, geschäftsführender Vorstand des Bürgerkomitees zur Rettung des Heidelberger Theaters bezeichnete die Stiftungsgründung als „wichtigen Tag für das Bürgerkomitee“. Mit der Stiftung werde für Spender künftig vieles einfacher. Das Komitee wolle auch weiterhin an seinem Ziel festhalten, mindestens vier Millionen Euro zur Sanierung des Theaters über Spenden beizusteuern.

Mit der Sanierung der Städtischen Bühne soll voraussichtlich im Sommer 2009 begonnen werden. Die Kosten werden auf etwa 34 Millionen Euro geschätzt. Derzeit werden im Rahmen eines europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs Entwürfe von 20 Architekturbüros geprüft. Ein Preisgericht wird am 11. März die Gewinner des Wettbewerbs bekannt geben. Noch vor den Sommerferien soll der Gemeinderat sich für einen Entwurf entscheiden.

 

Schlüsselübergabe vor der Städtischen Bühne

Bauprobe im Opernzelt

1. Bauprobe im OPERNZELT

Zelt mit Plane

Zuschauerraum

OPERNZELT wird silbern

Kuppel des OPERNZELTS

Kuppel des OPERNZELTS

Kuppel des OPERNZELTS

 

Aufbaubeginn für das OPERNZELT

Aufbaubeginn für das OPERNZELT

 

 

Wir retten unser Theater

     

Innenraum des Entwurfs waechter + waechter

      Innenraum des Entwurfs
      Waechter + Waechter, Darmstadt

Perspektive Theaterraum CodeUnique

      Perspektive Theaterraum 
      Code Unique, Dresden

Innenraum des Entwurfs ksv

     Innenraum des Entwurfs KSV Krüger,
     Schuberth, Vandreike, Berlin

Innenraum des Entwurfs Lehmann Architekten

     Innenraum des Entwurfs Lehmann
     Architekten, Offenburg

Innenraum des Entwurfs Brunhardt

     Innenraum des Entwurfs 
     Brunhardt.Brunner.Kranz Architekten, 
     Balzers (Liechtenstein)

 

 

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